Hier sehen Sie Filme zum Grundeinkommen aus der Schweiz, Deutschland und Österreich. grundeinkommen.tv ist eine Tochter der Initiative Grundeinkommen. Regie: Enno Schmidt und Daniel Häni.
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Wir machen Demokratie - Grundeinkommen im Bundestag
Susanne Wiest, Direktkandidatin für den Bundestag im Wahlkreis 16 (Greifswald, Demmin, Ostvorpommern)
Als wir Mitte 2008 im Film Grundeinkommen - ein Kulturimpuls (DVD 100min) an den Szenen zur möglichen Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens arbeiteten, kannten wir Susanne Wiest noch nicht. Es kam uns einfach mal in den Sinn, dass man in Mecklenburg-Vorpommern beginnen könnte, dort wo es an Einkommen fehlt, in einer Stadt, z.B. in Greifswald. Damit lagen wir anscheinend goldrichtig.
Zur Überraschung aller kam Anfang 2009 eine Petition an den Deutschen Bundestag für ein bedingungsloses Grundeinkommen - aus Greifswald. Von einer Tagesmutter, Susanne Wiest. Obwohl über 50'000 Menschen ihre Petition unterstützen, wurde die Behandlung des Anliegens auf die nächste Legislatur verschoben - auf nach der Wahl. Logisch, tritt diese Frau nun selbst als Direktkandidatin für den Bundestag an. Parteifrei und unabhängig. Das gefällt uns.
Im Frühjahr trafen wir Susanne Wiest in Berlin, reisten an die Ostsee, dorthin wo sie mit ihrer Familie lebt und wo sie arbeitet. Eine schöne Begegnung. Am Schauspiel Frankfurt bestritten wir zusammen eine vielbeachtete Veranstaltung und Ende Juli besuchte uns die Direktkandidatin mit ihrem Mann im unternehmen mitte in Basel. Aus den dabei entstanden Filmaufnahmen haben wir den nun vorliegende Filmbeitrag gestaltet.
Wir wünschen der Kandidatur von Susanne Wiest viel Aufmerksamkeit und Erfolg!
Der Film kann einfach in jede Webseite eingebaut (EMBED) oder verlinkt (SHARE) werden. Wer eine Filmvorführung organisieren will, kann bei uns eine DVD bestellen: (info@initiative-grundeinkommen.ch)
Der erste Film zu dem Zukunftsthema, das keinen kalt lässt: Ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle.
Das löst Emotionen aus und Fragen: Mehr Möglichkeiten zur eigenen Initiative? Oder der Untergang der Leistungsgesellschaft? Und wie soll es bezahlt werden? Der Film mischt Festgefahrenes auf, zeigt Überraschendes, lässt mit- und weiterdenken. Nehmen wir das Ganze einmal persönlich.
Das bedingungslose Grundeinkommen bringt neue Energien in alle gesellschaftlichen Bereiche. Und überraschend wird es gerade da, wo man Trockenheit erwartet: Tabuthemen sind nicht ausgespart.
Wenn jeder ein Einkommen hätte, hoch genug, um davon zu leben – das hat Heute schon jeder, denn sonst könnte er gar nicht leben. Worum es geht, sind die Bedingungen. Das Grundeinkommen kommt nicht oben drauf, sondern wächst in die bestehenden Einkommen.
Ein Ausschnitt aus dem entstehenden Film zum Grundeinkommen mit Grafiken zum Prinzip des Grundeinkommens.
"Das Grundeinkommen ist in Österreich, in der Schweiz und in Deutschland ein Thema und wird dort diskutiert." "Ich glaube, es hat auch damit zu tun, dass die Zeit natürlich reif ist."
Ein Ausschnitt aus dem entstehenden Film zum Grundeinkommen mit einem Prolog aus verschiedenen Stimmen und einem geschichtlichen Blick auf Menschenrechte und Sklaverei.
Heutige Biografien haben mehr mit Brüchen zu tun, als in der Vergangenheit. Heutige Wirtschaft verlangt mehr Flexibilität. Ist das Grundeinkommen eine positive Vision unseres Jahrhunderts? Oder arbeitet dann keiner mehr? Was sagt die Frau an der Kasse?
Ein Ausschnitt aus dem entstehenden Film zum Grundeinkommen.
Niemand arbeitet heute mehr für sich, sondern jeder für andere. Das ist: Fremdversorgung. Was hat uns die Waschmaschine abgenommen – außer, dass sie uns die Wäsche wäscht?
Ein Ausschnitt aus dem entstehenden Film zum Grundeinkommen.
Wirtschaftswachstum heißt nicht, dass dadurch mehr Arbeitsplätze entständen. Die Logik der Erfolgsgeschichte ist die Rationalisierung. Wie die Erfolgsgeschichte weiter geht, ist auch logisch: mit einem Einkommen für den Fortschritt der Menschen. Oder soll der Fortschritt für immer mehr Menschen zum Rückschritt werden?
Ein Ausschnitt aus dem entstehenden Film zum Grundeinkommen.
In was für einer Gesellschaft willst Du leben? Ein Film (DVD ca. 80min) für Schulen, Berufsschulen und Universitäten in der Schweiz, in Deutschland und Österreich. Die Idee des Gundeinkommens verbindet politische Gegensätze und lässt Gesellschaft als Ganzes denken. Die Diskussion ist in den letzten zwei Jahren zur öffentlichen Debatte geworden. Der Film zeigt anhand der Zeitgeschichte mit aktuellen Statements und Bildern die Architektur des Grundeinkommens. Er lässt die Idee wie eine Pflanze wachsen. Ein wirtschaftliches Bürgerrecht wird geboren. Die heutigen Kinder werden einmal mit einem Grundeinkommen leben. Die Gestaltung dieses geschichtlichen Vorgangs findet jetzt statt!
Folgende Fragekreise werden behandelt: Arbeit früher und Zukunft der Arbeit. Motivation, Lohn und Einkommen. Wirtschaftsgeschichtliche Schritte von der Selbst- zur Fremdversorgung. Entstehen der Sozialwerke. Staat und Steuern. Preisbildung. Soziale Gerechtigkeit und Menschenbilder. Ist Grundeinkommen eine Utopie oder absehbare Wirklichkeit? Was sind die kritischen Aspekt? Mehr Faulheit oder mehr Kreativität? Wozu dann noch eine Ausbildung? Dummes Schlaraffenland oder produktive Krise?
Die DVD erscheint im Herbst 08. Wir wollen eine 1. Auflage Schulen und allen die den Film in Ihrem Umfeld zeigen und diskutieren wollen kostenlos zur Verfügung.
Grundeinkommen und die Künstler. Weniger Stipendien? Neue Denkräume? Ein neuer Begriff von Kunst und von Arbeit? Weniger Leute, die meinen, Künstler sein zu müssen, weil mit einem Grundeinkommen "jeder aus seinem Stück Dreck, seinem Stück Ton eine menschliche Gestalt schaffen kann". "Was würde das im Sozialen bewirken?" "Macht ein Grundeinkommen nicht auch träge und die Künstler mundtot?" Künstler und Kulturschaffende sprechen über das Grundeinkommen. Eins ist klar: Aus kultureller Sicht muss es bedingungslos für jeden sein.
Strassenumfrage zum Grundeinkommen - Bern, Zürich, Basel
Ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle; was denken Sie, würde das bewirken? Was würde anders; für Sie oder für jemanden, den Sie kennen?
Im April 2006 stellten wir diese Fragen Menschen auf der Strasse in Bern, Zürich und Basel. Seit dem hat sich die Diskussion um ein Grundeinkommen ausgeweitet. Viele – auch “Fachleute“ – haben sich der Idee angenähert, stimmen ihr zu und bestätigen die Machbarkeit. Die spontanen Argumente dafür oder dagegen haben sich derweil kaum geändert. Grund für uns, sie in einer neu erarbeiteten Fassung zu zeigen.
Aufnahme: 23.04.2006, Bern, Zürich, Basel Interview: Daniel Häni und Enno Schmidt Kamera: Daniel Häni und Enno Schmidt Musik: Peter Dell Bearbeitung: Enno Schmidt Dauer: 8 Minuten
Martin Hafen ist Dozent für Prävention und Gesundheit an der Hochschule für Soziale Arbeit in Luzern.
Welche Auswirkungen hat das Grundeinkommen auf die Gesundheit? Es können Vermutungen angestellt werden.
Deutlich ist allerdings die Sprache einer Umfrage in der Schweiz: 50 Prozent der Arbeitnehmer erleben ihre Arbeit als krankmachend – in den höher bezahlten Jobs ist der Prozentsatz höher. Deutlich ist auch, dass die Arbeitslosigkeit genauso krank macht, dass die Selektion für den Arbeitsmarkt die Kinder in den Schulen unter psychischen Druck setzt, Perspektivlosigkeit erzeugt und Menschen auf die Bahn des Kostenfaktors schickt, dass soziale Kontakte – nun sogar von der Neurobiologie als unbedingt wichtig für die Entwicklung und Gesundheit der Menschen erkannt – durch die wachsende Belastung derer, die Arbeit haben und die Ausgrenzung derer, die keine haben, verkümmern, und dass die Fixierung auf Erwerbsarbeit, die Angst und die Engstirnigkeit in ihren Folgekosten nicht mehr zu bezahlen sind.
Dr. Martin Hafen spricht deutliche Worte; nicht aus einer alternativen Laune heraus, sondern aus wissenschaftlichen Studien. Eine partielle Trennung von Arbeit und Einkommen ist für ihn der schönste Nebeneffekt des bedingungslosen Grundeinkommens.
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